Fragen und Antworten

Wozu benötigt man eine Erstanamnese?

Ansatzpunkt der homöopathischen Behandlung sind neben aktuellen Erkrankungen auch chronische Abläufe. Deshalb ist ein eingehendes Anamnesegespräch notwendig. Das erfordert von Ihnen Selbstbeobachtung, Geduld und Offenheit. Im Vorfeld der Erstanamnese bekommen Sie von mir einige Unterlagen (Familienanamnese und eine Aufstellung Ihrer Vorerkrankungen in chronologischer Reihenfolge) zugesendet, die Sie bitte gewissenhaft ausfüllen. Diese Daten sind, zusammen mit dem Anamnesegespräch, die Grundlage für Ihre Behandlung nach den Regeln der Klassischen Homöopathie. Sie dienen:

  • Ihrer Vorbereitung auf das gemeinsame Gespräch und geben Ihnen die Möglichkeit, vorher Ihre Verwandtschaft zu befragen
  • meiner Vorbereitung, um wichtige Querbezüge und Zusammenhänge erkennen zu können und eventuell auf Beschwerden oder Symptome aufmerksam zu werden, die Ihnen unwichtig erscheinen oder an die Sie sich schon gewöhnt haben
  • dem Anstoß für Ihr Unterbewusstsein, um sich an längst vergessene Begebenheiten zu erinnern.

Diese gründliche Vorbereitung hat einen Sinn. Oft sind gerade die ganz persönlichen, oft auch intimen oder unangenehmen Fragen von sehr großer Bedeutung. In der Klassischen Homöopathie geht es vor allem um das Sammeln von Zusammenhängen und Fakten, um die Hintergründe Ihrer Erkrankung erkennen zu können, was für die Wahl des richtigen Arzneimittels bedeutsam ist. Es wird grundsätzlich nicht be- oder verurteilt. Gesucht wird die IDEE, d. h., die INNERE LOGIK DES KRANKHEITSGESCHEHENS. Vor dem Erstanamnesetermin senden Sie mir bitte diese Unterlagen sowie eventuelle Befunde, Ihre Impfausweise und ein aktuelles Foto zu. Alle Originale erhalten Sie bei der Erstanamnese zurück.

 

Was bedeutet Erstanamnese?

Eine Erstanamnese bei mir dauert bei Erwachsenen etwa 3 Stunden. Vorher bearbeite ich die Informationen, die Sie mir vor der Behandlung zugesendet haben. Während der Erstanamnese sprechen wir über Ihre derzeitigen Beschwerden, die Vorgeschichte Ihrer Erkrankungen und eventuelle familiäre Belastungen. Am Ende des Anamnesegesprächs steht gewöhnlich die körperliche Untersuchung. Nach der Erstanamnese folgt eine Nachbereitung unseres Gesprächs, die Analyse, die Symptomengewichtung, die schriftliche Dokumentation und die Repertorisation sowie der Materia- Medica-Abgleich. Daraufhin verordne ich Ihnen ein homöopathisches Einzelmittel. Die gesamte Vor- und Nachbereitung sowie die eigentliche Erstanamnese bedeuten für mich einen Zeitaufwand von 4-5 Stunden.

 

Wie oft finden Folgebehandlungen statt?

In der Regel wird bei einer chronischen Behandlung eine Folgekonsultation nach 6 - 8 Wochen notwendig. Zu dieser Folgekonsultation erhalten Sie einen Termin, an dem Sie mich dann in der Praxis anrufen bzw. persönlich aufsuchen. Das hängt vom Berhandlungsverlauf ab. Wenn Sie starke Beschwerden haben oder es sich um die Behandlung einer akuten Krankheit handelt, kann eine Folgebehandlung auch öfter notwenig werden.

 

Sind ärztliche Befunde und Laborwerte interessant?

Wenn Ihre Befunde sich auf Ihre derzeitigen Beschwerden beziehen sind sie für die Behandlung äußerst hilfreich. Sie können sie mir im Vorfeld zusenden oder bei der ersten Sitzung geben. Sie erhalten Ihre Unterlagen natürlich zurück.

 

Darf ich trotzdem noch zu meinem Hausarzt gehen?

Natürlich können Sie weiterhin Ihren Hausarzt konsultieren. Manchmal können bestimmte Untersuchungen notwendig sein, die Sie bei Ihrem Hausarzt machen lassen können. Allerdings kann es zu Schwierigkeiten kommen, wenn mehrere Behandler mit verschiedenen Methoden einen Patienten behandeln. Auch unterschiedliche naturheilkundliche Verfahren gleichzeitig angewendet können beim Patienten zu stärkeren Beschwerden oder auch einer Verschlechterung seines Leidens führen. Deshalb ist es wichtig, während der homöopathischen Behandlung möglichst andere Arzneigaben zu vermeiden. Ausgeschlossen sind hierbei Medikamente, die Sie ständig einnehmen müssen wie z. Bsp. Betablocker oder Medikamente für Diabetiker. In jedem Fall ist es wichtig, jede Arzneieinnahme mit mir zu besprechen.

 

Gibt es während der homöopathischen Behandlung Diätvorschriften?

Grundsätzlich gehört eine kurze Ernährungsberatung mit in eine homöopathische Behandlung. Es kann zum Beispiel sein, dass ich bestimmte Nahrungsmittel empfehle oder von einigen abrate. Genussmittel sollten Sie grundsätzlich und unabhängig von homöopathischen Behandlungen zurückhaltend verwenden.

 

Darf ich mich bei akuten Krankheiten selbst behandeln?

Bitte lesen Sie dazu hier nach: Information zur Selbstbehandlung

 

Was kann man homöopathisch behandeln?

Grundsätzlich kann man jede Krankheit homöopathisch behandeln, die nicht chirurgisch versorgt werden muss (Brüche, Verletzungen u.a.). Zur Zeit behandle ich Patienten mit Depressionen, Neurodermitis, Angstzuständen, Multipler Sklerose, Bluthochdruck, chronischen Blasenent-zündungen, Borreliose, Schuppenflechte, Nervenschmerzen, Menstruationsbeschwerden, Allergien, Ohrgeräuschen, Schilddrüsenbeschwerden, Krebs und anderen chronischen Leiden und natürlich mit akuten Krankheiten wie Bronchitis, Mittelohrentzündungen usw.

 

Wie erfolgt die Bezahlung?

Sie können bar bezahlen oder den Betrag überweisen. Sie bekommen in jedem Fall eine Rechnung.


Wird die Behandlung von der Krankenkasse getragen?

Behandlungen bei Heilpraktikern werden von gesetzlichen Krankenkassen grundsätzlich nicht getragen. Wenn Sie privat versichert oder zusatzversichert sind, wird Ihre Kasse die Rechnung teilweise oder vollständig erstatten. Bitte fragen Sie dazu bei Ihrer Krankenkasse nach. Das "Homöopathie-Forum e. V." gibt in regelmäßigen Abständen eine jeweils überarbeitete Broschüre mit dem Titel "Vergleich der wichtigsten Patientenzusatzversicherungen" heraus, die über das Internet bestellbar ist. Heilpraktiker- und Arzneimittelbelege sowie Fahrtkosten können in der Einkommenssteuererklärung angeben werden.

Patientenrundbrief des VKHD
Informationen des Verbandes Klassischer Homöopathen Deutschlands für Patienten
Patienten-Rundbrief_01.pdf
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